Archiv der Kategorie: Fotografie

Polanski, der Virgin Killer

Ich bedaure es noch immer, dass Roman Polanski für die Vergewaltigung einer 13-jährigen nicht wieder vor Gericht gestellt wird. Besonders negativ stößt mir dabei die heutige Kulturszene auf, wie sie mit Roman Polanski umgeht. In der heutigen Zeit ist mir schleierhaft, wie führende Kulturschaffende öffentlich Kindesmissbrauch verharmlosen. Die Ende der 70er hingegen waren andere Zeiten und ich kann verstehen, dass man Roman Polanski damals unterstützen konnte.

Wie damals mit Kindesmissbrauch und Kinderpornografie umgegangen wurde, verdeutlichen das Plattencover von Virgen Killer der Scorpions. Gedankenlos druckte die Scorpions 1976 auf dem Plattencover eine nacktes, junges Mädchen in lasziver Pose ab. Heute wäre dies undenkbar. Auch damals gab es Proteste, weswegen das Cover gewechselt wurde. Geschadet hat es den Scorpions langfristig aber nicht.

Wikipedia zeigt das umstritte Cover, weswegen Wikipedia teilweise auf eine britische Blacklist für gesperrte Seiten kam.

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World Press Photo Contest

Selten treffen politische sowie gesellschaftliche Zustände auf künstlerische Gestaltung wie beim World Press Photo Contest. Die Gewinner 2009 sind bekannt gegeben!

Diese Reportagebilder werden nicht aus künstlerischen Selbstzweck aufgenommen, sondern wollen das Wahrhafte einfangen und auch erzählen. Sie transportieren in ihrer Gesamtheit eine Geschichte, die sich mit unter erst durch einen erklärenden Text entfaltet. Manche Bilder sprechen aber auch für sich genug, wie das Gewinnerbild in der Rubrik „General News: singles“.

‚Photo of the Year 2009‘ ist ein Bilder aus dem Reihe ‚Roofs of Teheran‘ von Pietro Masturzo. Nicht alleine der künsterlischen Wert sondern auch der poltische Rahmen macht die Entscheidung der Jury aus.

Gerade wenn man vom künstlerischen Wert eines Reportagefotos spricht, muss einem klar sein, dass ein Foto nie die Wahrheit abbildet. Vielmehr kann es nur einen wertenden Ausschnitt darstellten. Dieser kann sogar verfälscht sein. Die jüngere und ältere Vergangenheit lehrt uns dies. Bei meinem bereits erwähnten Lieblingsfoto, kann man sich vortrefflich vorstellen, dass die Sofas für die Aufnahme zurecht gerückt wurden. Man beachte: Vor dem Fernseher steht keines der Sofas, nicht einmal der weiße Hocker!