Archiv der Kategorie: Animation

2053 Explosionen in 8 Töne

Der japanische Künstler Isao Hashimoto macht die Geschichte der Atombomben auf interessante Weise erfahrbar. Während die Zeit von 1945 bis 1998 verstreicht, erklingt für jede Explosion ein Ton in unterschiedlicher Tonhöhe je nach Nation.

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=jfpQNfcRE1o]

In den 40ern  und zu Beginn der 50er Jahre erklingt vereinzelt der Ton der Amerikaner. Ab dem Ende der 1950 und zu Beginn der 60er steigert sich der Sound in ein wildes Stakkato des Kalten Kriegs, das in den vielstimmiges, scheinbar geordnetes Konzert in den 70ern und 80ern übergeht. Bis es Anfang 1993 dann auf einmal Ruhe einkehrt, sporadisch machen nur China, Frankreich, Pakistan und Indien auf sich aufmerksam.

Mein Tipp: Das Video im Hintergrund laufen lassen und einfach weitersurfen. Man wird automatisch immer wieder zum Video zurückkehren, wenn sich der Sound verändert!

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Weiß ich jetzt wo’s herkommt?

Nachdem ich letztens auf zwei satirische Beiträge zu McDonald’s hingewiesen habe (ein Flash-Game, ein Video) und die undifferenzierte Darstellung wider McDonald’s bemängelt wurde, will ich auf McDonalds Werbeseite zum Thema Qualität hinweisen. Ich bin darauf dank eines Flyers mit dem Titel „Wissen, wo’s herkommt“ gestolpert:

Hier die Kritik, die geübt wurde:

Ich finde es ehrlich gesagt etwas unverschämt, mit so viel Mühe und Arbeit ein Spiel zu programmieren, welches dermaßen gegen McDonalds geht. Es ist bewiesen, dass das Fleisch von regionalen Bauern kommt und dass die Rinder definitiv nicht mit „Abfall“ gefüttert werden. So entstehen wieder einmal jede Menge falsche Vorurteile…

Das kritisierte Spiel ist nach eigenen Angaben „eine digitale Parodie von McDonald’s“. Wikipedia sagt zur Parodie:

Parodie bezeichnet die verzerrende, übertreibende oder verspottende Nachahmung …, wobei zwar die Form … typische Verhaltensweisen beibehalten werden, aber ein anderer, nicht dazu passender Inhalt unterlegt wird. Durch die dadurch aufgebaute deutliche Abweichung gegenüber dem bekannten Original entsteht ein humoristischer Effekt. … erbindet sich mit der Parodie beispielsweise eine Gesellschaftskritik, so kann sie satirische Züge erhalten. Hier kann die Parodie also im Dienst der Satire stehen.

Wer sich selbst ein Bild von dem Spiel machen will, kann eine Runde spielen:

Greedy people deserve each other.

Im letzten Monat bin ich auf zwei Videos über die Entfremdung in der Arbeitswelt und dem Alltag gestoßen, die im Stil nahezu identische sind. Beide erzählen ihr Geschichte  im Stile eines 2d-Jump’n’Run-Spiels aus den 90ern, wie er gerade wieder in ist. In beiden Fällen ist der Alltag für die Hauptfiguren ein Kampf. Ihre Frauen bleiben ihnen fremd. Die Arbeit ist Knechtschaft.

„DAN the MAN“ ist das humorvollere der beiden Videos. Zu Beginn befreit Dan seine Prinzessin, um von nun an für Ihre materiellen Wünsche zu schufften und sich zu verschulden, nur um sie am Ende doch zu verlieren. Doch Dan wäre nicht the Man, wenn er mit einem neuen Leben eine gute Lösung für alle bereit hätte, und er seine Freiheit zurückgewinnen würde: „Greedy people deserve each other.“

Die Zukunftsaussichten in dem Video zu Mobys Song „Wait for me“  sind nicht annährend so positiv. Die Geschichte endet im Desaster, ohne den Wunsch es besser zu machen. Eine Lösung gibt es nicht, außer das Spiel zu beenden, um die Gefahr einer Wiederholung zu bannen.

Deutschland konsumiert sinnlos Wasser

Das Team von „The Story of Stuff Project“ hat ein sehr schönes Video zum Thema „Bottled Water“ erstellt (via Dark Optimism). Es zeigt sehr schön die Sinnlosigkeit von Trinkwasser aus Flaschen:

Wir Deutschen sind, was den Konsum von Wasserflaschen angeht, alles andere als Saubermänner oder -frauen.  Im Verbrauch liegen vor uns neben Belgien (+ Luxemburg) nur die südlichen Länder Mexico, wo das Leitungswasser berechtigt einen sehr schlechten Ruf hat, Italien und die Vereinigten Arabischen Emirate:

2008 Gallons Consumed Per Capita Per Year

1 Mexico 59.1
2 Italy 54.0
3 United Arab Emirates  39.7
4 Belgium-Luxembourg 39.0
5 Germany 34.8
6 France 34.6
7 Spain 31.9
8 Lebanon 30.5
9 Hungary 29.2
10 United States 28.5

(Quelle: IBWA)

Beiden Fakten sind mir schon lange bewusst. Trotzdem kaufe ich immer wieder Wasserflaschen aus Plastik, weil es so bequem ist, aber mit schlechtem Gewissen. Ist dieser Blogbeitrag nicht ein guter Anlass mein Konsumverhalten dauerhaft zu ändern?

Nachtrag: McDonald’s isst die Welt

Molleindustria sind mit dem McDonald’s Video Game nicht die einzigen, die mit ihrem Spiel die globalen Zusammenhänge einer McDonald’s-artigen Industrie aufzeigen. Das Video „Causes“ von Studio JOHO schlägt vom Humor, der Darstellung und der Analyse in dieselbe Kerbe. Sie geben McDonald’s sogar die Schuld am Weltuntergang.

The Greek Crisis! …explained?

Die Webserie ‘The Greek Crisis Explained’ aus Griechland erklärt zwar nicht viel, ist aber sehr gut gemacht. Ich bin gespannt, welche Erklärung die Griechen von Nomint haben. Zwei Episoden sind bereits veröffentlicht:

… ich lass‘ mich mal überraschen, wo die Serie hinführt.

Nachtrag (2. Juni 2010):

Die dritte (und letzte?) Episode ist veröffentlicht: