Was ist normal?

Von der Norm abweichende Menschen und das zuschauende Umfeld stehen sich häufig verständnislos gegenüber.

Wie solche Menschen und das Umfeld bei diesem Zusammenstoß leiden können, zeigt der norwegische Film Anderland eindrucksvoll, dessen Originaltitel „Den brysomme mannen“ auf deutsch „Der lästige Mann“ heißt.

Der Film zwingt den Zusschauer in die Rolle des Nonkonformisten, indem er eine friedvolle und paradiesartige Gesellschaft erschafft, deren Vorstellung von Normalität jedoch extrem beschränkt ist. Kinder, Musik, berauschende Wirkung von Alkohol, wahre Gefühle wie Liebe und sogar der Tod sind abnormal. Man leidet mit dem „lästigen Mann“, der sich all dies wünscht und auf den die Gesellschaft weniger mit Feindschaft sondern vielmehr mit völliger Verständnislosigkeit reagiert. Man erlebt die Intoleranz!

Was als normal gilt, ist überall anders, auch innerhalb Baden-Württembergs. In der Firma, für die ich arbeite, gibt es einen Mitarbeiterin, die ebenso aus der Masse heraussticht wie der „lästige Mann“ im Film. Ihr Modestil und Geschmack für extravagantes Make-Up lassen sie in der etwas konservativen Firmenkultur und eigentlich auch auf der Ostalb völlig deplatziert wirken. Ihre sexuelle Neigung spielt dabei nicht einmal eine Rolle. In Stuttgart und in einer anderen Branche hingegen würde sie kaum herausstechen. Es gibt noch viele Beschwerden, dass Homosexuelle gezwungen sind, vom Land in Städte zu ziehen.

Auch Deutschland hat noch einen weiten Weg zu gehen, wenn es um Toleranz geht. Die poltische Richtung, die der Toleranz am nächsten ist, ist der Gesellschaftsliberalismus. Die 1. These aus den Freiburgerthesen lautet:

Liberalismus nimmt Partei für Menschenwürde durch
Selbstbestimmung. […] Oberste Ziele liberaler Gesellschaftspolitik sind daher die Erhaltung und Entfaltung der Individualität persönlichen Daseins und der Pluralität menschlichen Zusammenlebens.

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3 Antworten zu “Was ist normal?

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